6 Gründe um Aktien jetzt zu kaufen

Die Aktienmärkte haben den Jahreswechsel mit einem regelrechtem Kursfeuerwerk gefeiert. Der deutsche Leitindex DAX legte mit diesem Schluss-Spurt im vergangenen Jahr 29 Prozent zu und notiert jetzt knapp vor der wichtigen 8.000er-Marke. Und der weltweit wichtigste Index S&P 500 kletterte um 14 Prozent.

Aber die wichtigere Frage ist: Geht es in dieser Tonart auch weiter? Die meisten Experten prophezeiten, dass 2013 ein gutes Jahr für Aktien werden wird. Und es gibt einen ganz einfachen Grund, warum die Börsen weiterhin gefragt sein werden: Investoren finden kaum Alternativen zur Veranlagung. Die Zinsen sind tief Staatsanleihen bringen wenig. Also bleiben Aktien als einzige Anlageform, die attraktive Erträge verspricht. Und: Die Aktienkurse sind noch immer vergleichsweise tief. Die Experten: "Im Schnitt ist der DAX mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von elf im historischen Vergleich immer noch sehr günstig bewertet."

Der weltgrößte Investmentkonzern Black-Rock schreibt in einem aktuellen Bericht: Zwar sollten Anleger die Risiken nicht unterschätzen. Das größte Risiko sei jedoch, die vorhandene Chance zu verpassen. Im neuen Jahr sollte nämlich das Potenzial die Risiken überwiegen.

In der Weltwirtschaft herrschen gar keine so großen Rezessionsängste, und Anleger nützen mehr und mehr die Situation als Chance aus. Wer nicht schnell genug reagiert, der könnte sie verpassen. Tatsächlich scheint die negative Stimmung an den Märkten wie weggeblasen. In den USA dürfte das Problem des "Fiscal Cliff" eines Bankenzusammenbruchs dank der Maßnahmen der EZB gebannt. Sogar für die Volkswirtschaften in Osteuropa erwarten Experten ein doch leicht höheres Wachstum als prognostiziert. Und zu guter Letzt wird auch das Wachstum in China wieder stärker ausfallen. Alles Gründe, die für den Kauf von Aktien sprechen.

6 Gründe für ein gutes Börsenklima

  • Historisch tiefe Zinsen: Renditen zu erzielen wird immer schwieriger. Anleger flüchten daher in Aktien. Die Zinsen für kurzfristige Geldgeschäfte zwischen Banken sind bereits auf 0,19 Prozent gesunken. Im S&P 500 liegen die Durchschnittsdividenden hingegen bei 2,3 Prozent.
  • Unbegrenzte Geldspritze: Aus Angst vor einer Rezession druckt die US-Notenbank (Fed) Geld. Zum Jahresende 2012 lag die Bilanzsumme bereits bei 2,91 Billionen Dollar. Auch die Europäische Zentralbank stellt unbegrenzt Geld zum Ankauf von Staatsanleihen bereit.
  • Leichtes Wachstum: Während das Wachstum in der Eurozone 2012 noch bei minus fünf Prozent lag, rechnen Experten damit, dass Europa bereits im Sommer 2013 wieder ins Positive drehen wird. Die US-Wirtschaft sollte 2013 knapp zwei Prozent wachsen.
  • Eurozone und Euro stabilisiert: Die Maßnahmen der Politiker scheinen erste Früchte zu tragen. Die Furcht davor, dass der Euro auseinanderbricht oder ein Staat ganz aus der Eurozone ausscheidet, hat sich dank der Anleihenkäufe der EZB gelegt.
  • China bleibt Wachstumsmotor: Auch wenn Chinas Wirtschaft statt mit neun nur mehr mit sieben Prozent wächst, bleibt das Reich der Mitte der Motor für die europäische und amerikanische Wirtschaft. 2014 wird das BIP in China wieder um acht Prozent zulegen.
  • Beruhigung in den USA: Die ersten Daten der großen US-Unternehmen zu Beginn der Berichtssaison sind besser als erwartet. Die Einigung von Republikanern und Demokraten, Sparmaßnahmen zu verschieben, verschafft den Amerikanern wieder Luft.